Mönchswaldgemeinde Mitteleschenbach im fränkischen Seenland




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Erneuerung der Kläranlage Mitteleschenbach - Information zum Sachstand



Kläranlagenplanung - Stand April 2015

Der Gemeinderat verabschiedete im März 2015 die Planung für die erforderliche Kläranlagenerneuerung mit Gesamtkosten von 1.803.000 € (inklusive der MwSt. und der Architektenkosten). Wie Sie der Planzeichnung entnehmen können, kann ein Teil der bestehenden Anlage erhalten bleiben und weiter genutzt werden. Das Regenüberlaufbecken am Eingang der Kläranlage und der Schlammstapelbehälter am Ende der Anlage bleiben auch künftig unverändert in Betrieb. Aufgrund der starken ökologischen Belastung des Vorfluters (= der Bach in den das gereinigte Abwasser eingeleitet wird), der als „stark verschmutzt“ gilt, wird bei unserer Anlagengröße mit der „Denitrifizierung“ eine zusätzliche Reinigungsstufe erforderlich. Weiter ist die Steuerung der Anlage veraltet (noch aus der Vorcomputerzeit) und sind mechanische Bauteile durch den Verschleiß ohnehin in absehbarer Zeit zu erneuern. Darüber hinaus ist mit der alten Tropfkörperanlage (zentraler Rundbau aus der ersten Kläranlage, seit 46 Jahren in Betrieb!) die künftig geforderte Reinigungsleistung nicht zu erreichen. Folglich müssen zwei neue Klärbecken gebaut werden, ein Belebungsbecken mit rund 1.000 m³ Inhalt und ein etwas kleineres Nachklärbecken. Die Rechen- und Sandfanganlage, die in einem neuen Gebäude untergebracht wird und die gesamte Steuerung der Anlage muss erneuert werden. Um auch für die Zukunft die nötigen Kapazitäten vorzusehen, wird die neue Kläranlage von 2.000 auf 2.600 Einwohnerwerte erweitert. Bereits jetzt ist sie in Spitzenzeiten hydraulisch überlastet. Geplanter Baubeginn ist im Frühjahr 2016, bis Anfang 2017 sollten die neuen Anlagenteile einsatzfähig sein. Da die Kläranlage während der Bauzeit weiter voll funktionsfähig sein muss, kann erst nach Inbetriebnahme der neuen Anlagenteile mit dem Abbruch und der Beseitigung der alten Bauteile begonnen werden. Der Abschluss der Arbeiten wird sich dann wohl bis weit in den Sommer 2017 ziehen.


Mischfinanzierung über Beiträge und Gebühren

Für die Erneuerung einer Kläranlage gibt es nach derzeitiger Rechtslage keine staatlichen Zuschüsse. Dies bedeutet, dass die Gemeinde Mitteleschenbach die erforderlichen 1.803.000 € selbst aufbringen muss! Die Abwasserbeseitigung gilt als „kostenrechnende Einrichtung“ so dass die Nutznießer dieser Einrichtung als Gegenleistung für die Einleitung des Schmutz- und auch des Niederschlagswassers die Kosten der Abwasserreinigung zu tragen haben. Die Investitionskosten können dabei entweder in Form von einmaligen Beiträgen (Verbesserungsbeitrag) erhoben werden, oder über Abschreibung und Verzinsung längerfristig über erhöhte Abwassergebühren finanziert werden.

Der Gemeinderat entschied sich nach ausführlicher Diskussion zu einer Mischfinanzierung. 75 % der Kosten (= 1,35 Mio.€) sollen über Verbesserungsbeiträge eingehoben werden und 25 % (= 0,45 Mio.€) sollen über die künftigen Abwassergebühren finanziert werden. Über die Beitragsfinanzierung werden je nach vorhandener Grundstücks- und Geschoßfläche die Immobilien belastet, während über Gebühren die Schmutzwassermenge berücksichtigt wird (je nach bezogener Frischwassermenge und damit meist nach Personen). Die Mischkalkulation erschien dem Gemeinderat als die gerechteste Lösung, da sie sowohl die Flächen, als auch den Schmutzwasseranfall berücksichtigt. Zur Finanzierung herangezogen werden damit auch unbebaute Grundstücke, für die Baurecht besteht und damit Kläranlage und Kanäle in ausreichender Dimensionierung vorgehalten werden müssen sowie bebaute Flächen mit viel Niederschlagswasser und wenig Schmutzwasser (z.B. bei großen Hofgrundstücken oder gewerblichen Immobilien). Im Ergebnis bedeutet dies, das wir voraussichtlich pro qm Grundstücksfläche (bei Größenbegrenzung) 0,85 € Verbesserungsbeitrag und pro qm Geschossfläche 4,06 € Verbesserungsbeitrag erheben müssen. Für ein durchschnittliches Einfamilienwohnhaus (800 qm Grundstücksfläche, 300 qm Geschossfläche) ergibt sich ein Beitrag von 1.900 €. Je nach Größe des Hauses und des Grundstücks werden sich die Beiträge zwischen 1.500 € und 2.500 € bewegen. In extremen Fällen kann es auch etwas weniger oder bei sehr großen Grundstücken (Geschossflächen) entsprechend mehr sein. Besitzer mehrerer Immobilien, auch baureifer unbebauter Grundstücke, erhalten entsprechend auch mehrere Beitragsbescheide.  Die Beitragszahlungen werden voraussichtlich in 3 Ratenzahlungen (Mai 2016, November 2016, Sommer 2017) erhoben. Durch die Ratenzahlung sollte die Begleichung allen Bürgerinnen und Bürgern möglich sein. In besonderen Ausnahmefällen ist bei Offenlegung der finanziellen Verhältnisse, wie in der Vergangenheit auch, eine Stundung der Beiträge oder längerfristige Ratenzahlung denkbar. Die 450.000 €, die in Zukunft über die Abwassergebühren refinanziert werden sollen, werden nach Fertigstellung der Anlage zu einer Erhöhung der Abwassergebühren um 0,55 €/m³ führen.


 

 

Kläranlagenerneuerung - Sachstand Oktober 2014

Für die bevorstehende Erneuerung unserer Kläranlage zur Anpassung an den heutigen Stand der Technik und an die derzeitigen wasserrechtlichen Anforderungen legte das beauftragte Ing.-Büro Klos aus Spalt inzwischen einen ersten Vorplanungsentwurf dem Gemeinderat vor.

Bereits im Jahr 2012 hat die Gemeinde mittels einer Abwasserstudie untersuchen lassen, ob es bessere Alternativen zum Ausbau der bestehenden Kläranlage, zum Beispiel durch den Anschluss an eine Nachbarkläranlage, gäbe. Damals kam man zum Ergebnis, dass der Ausbau der vorhandenen Kläranlage die günstigste Variante für eine zeit- und umweltgerechte Abwasserentsorgung ist. Die Kosten wurden damals auf etwas über 1,6 Millionen Euro geschätzt.

Aufbauend auf dieser Abwasserstudie wurde nun ein erster Planungsentwurf erstellt. Wichtige Teile unserer Kläranlage, wie das große Regenüberlaufbecken am Zugang, die vor wenigen Jahren erneuerte Durchflussmessung und Durchflusssteuerung sowie das Betriebsgebäude und der Klärschlammbehälter am Ausgang der Anlage können dabei weiter betrieben und genutzt werden.

Um neben der bereits bisher erfolgten Nitrifikation auch die Anforderung der Denitrifikation zu erreichen, ist es allerdings erforderlich, dass die 45 Jahre alte Tropfkörperanlage außer Betrieb und abgebrochen wird. An dieser Stelle sind im Reinigungsprozess nun zwei neue Becken erforderlich. Es wird ein neues Belebungsbecken mit rund 1.000 m³ Inhalt gebaut und ein etwas kleineres Nachklärbecken. Im ersten Becken wird Sauerstoff eingeblasen um mit Bakterien die Schadstoffbelastung zu minimieren. Im zweiten Becken beruhigt sich dann das Abwasser und setzt sich der Klärschlamm ab.

Zusätzlich wollen wir in Zukunft auch eine Phosphatfällung mit einbauen. Dies wird vom Wasserwirtschaftsamt empfohlen und in wenigen Jahren voraussichtlich auch Pflicht. Diese Reinigungsstufe wird rund 70.000 € Mehrkosten verursachen, rund 15.000 € können aber mit der Abwasserabgabe einsparend verrechnet werden. Ein nachträglicher Einbau würde voraussichtlich viel teurer!
Eingeplant ist auch eine neue Rechen- und Sandfanganlage. Hierbei wird mechanisch der Sand und die Grobstoffe aus dem Abwasser genommen. Bis zur Inbetriebnahme der neuen Anlage wird die alte Sandfang- und Rechenanlage dann wohl 25 Jahre in Betrieb und entsprechend verschlissen sein. Unabhängig von der bevorstehenden Baumaßnahme wäre hier über kurz oder lang eine Erneuerung fällig.

Insgesamt schätzt das Planungsbüro die Gesamtkosten der Erneuerung zum jetzigen Planungsstand auf 1,85 Mio. Euro. In den nächsten Planungsschritten müssen nun noch einige Unklarheiten geklärt werden. Der Gemeinderat hat von daher eine Baugrunduntersuchung in Auftrag gegeben. Dabei soll festgestellt werden, wie umfangreich die Fundamentierungsarbeiten erforderlich werden und ob Schadstoffe im Boden vorhanden sind.

Die Planung wurde auch mit den zuständigen Fachleuten vom Wasserwirtschaftsamt abgestimmt. Voraussichtlich im Januar 2015 wird dann eine zur Genehmigung einzureichende Planung stehen. Die Genehmigung für unsere bestehende Abwasseranlage läuft zum 31.12.2014 aus! Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach stellte zwischenzeitlich auch ein Verlängerung der Einleitungserlaubnis bis 31.12.2016 in Aussicht. Eine Auflage ist jedoch, dass Anfang 2017 dann die erneuerte Kläranlage in Betrieb gehen kann.

 




 



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